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Länderinformationen > Länder S - Z > Spanien

nach obenAllgemeine Informationen

 

nach obenLage

Spanien liegt in Westeuropa auf der Iberischen Halbinsel. Begrenzt wird das Land vom Golf von Biscaya im Norden, entlang des Gebirgszuges der Pyrenäen von Frankreich und dem Kleinstaat Andorra, im Osten und im Süden vom Mittelmeer und im Westen vom Atlantik und Portugal. Von Gibraltar sind es nur 13,5 km bis zum afrikanischen Kontinent. Außerdem zählen die Inselgruppe der Balearen vor der Ostküste im Mittelmeer und die Kanarischen Inseln westlich der afrikanischen Küste gelegen sowie die an der nordafrikanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Melilla zum spanischen Herrschaftsgebiet.


 

nach obenZeit

Festland und Balearen: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) + 1 (gleiche Zeit wie in Deutschland); Kanarische Inseln: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -1 (Differenz zu Deutschland beträgt im Winter und im Sommer jeweils -1 Stunde)


 

nach obenSprache

Landesweite Amtssprache ist Spanisch, in einigen Regionen gibt es parallel dazu eine weitere Amtssprache, z. B. Katalanisch in Katalonien, Galizisch in Galizien, Baskisch im Baskenland. In Touristengebieten wird auch zum Teil Deutsch und Englisch gesprochen.


 

nach obenFläche

504.645 km²


 

nach obenHauptstadt

Die Hauptstadt von Spanien ist Madrid mit ca. 3,2 Mio. Einwohnern.


 

nach obenBevölkerungszahl

In Spanien leben rund 46.9 Mio. Menschen.


 

nach obenStaatsform

Spanien ist eine Parlamentarische Monarchie. Das Staatsoberhaupt ist König Juan Carlos I.


 

nach obenReligion

Die Mehrheit der Spanier (über 90%) besitzt einen römisch-katholischen Glauben.


 

nach obenSpezielle Informationen

 

nach obenEinreisebestimmungen

Für Bürger der EU genügt ein gültiger Reisepass bzw. Personalausweis. Kinder unter 16 Jahren können im Reisepass ihres gesetzlichen Vertreters geführt werden oder müssen einen Kinderausweis mit Lichtbild mit sich führen.


 

nach obenGesundheit und medizinische Versorgung

Für Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, besteht Anspruch auf ärztliche Behandlung im Notfall. Als Nachweis wird die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC), bzw. eine Ersatzbescheinigung benötigt. In jedem Fall wird empfohlen, sich mit der Krankenkasse in Verbindung zu setzen. Unabhängig davon empfiehlt das Auswärtige Amt den Abschluss einer Auslandsreise-Krankenversicherung, die bestimmte, zusätzliche Leistungen abdeckt (wie z B. Rücktransport).


 

nach obenWährung

In Spanien bezahlt man wie in Deutschland mit dem Euro. Mit EC-Bankkarte und Pin-Nummer kann Bargeld von Geldautomaten abgehoben werden. Hierfür werden aber Gebühren fällig. Eine sichere, aber etwas umständlichere Möglichkeit ist die Mitnahme von Reiseschecks, da diese bei Verlust oder Diebstahl versichert sind. Euroschecks werden nicht mehr angenommen. In vielen Geschäften kann mit der EC-Karte bezahlt werden. Ansonsten werden meist die gebräuchlichsten Kreditkarten wie z.B. Mastercard und VISA akzeptiert.


 

nach obenTelefonnummern

Notruf allgemein: 112

Feuerwehr: 085

Polizei (Guardia Civil): 062

Deutschland - Spanien: 0034

Spanien - Deutschland: 0049


 

nach obenWetter

Das Klima schwankt zwischen gemäßigt im Norden bis heiß und trocken im Süden. Im Hochsommer kann es vor allem im Landesinneren sehr heiß werden. Die Temperaturen liegen durchschnittlich bei 35°C. Der August ist der heißeste Monat des Jahres. Abkühlen kann man sich im Mittelmeer bzw. im Atlantik auf der Westseite. Die Wassertemperaturen liegen in den Sommermonaten bei ca. 20 - 25°C.


 

nach obenPreise

Das Preisniveau ist in Spanien etwas geringer als in Deutschland. In den Ferienhochburgen allerdings kehrt sich das Verhältnis oft um.


 

nach obenKleidung

Für die Monate Dezember, Januar und Februar wird Herbstkleidung empfohlen, leichtere Kleidung für März, April, Mai, Oktober und November und sehr leichte Sommerkleidung für die Monate Juni, Juli, August und September. Eine gute Sonnenbrille sollte ebenfalls mitgenommen werden.


 

nach obenEssen & Trinken

Jede Region Spaniens hat eigene Spezialitäten. So sind in Andalusien frittierte Gerichte und in Zentralspanien deftiges Essen beliebt. Das Gewürz Safran wird gern in Gerichten verwendet. Brot wird zu allen Mahlzeiten gereicht. Zum Frühstück reicht eine kleine Tasse Kaffee und ein süßes Gebäckstück. Man kann auch ein „Tostada“, ein geröstetes Stück Brot mit Öl oder Butter essen. Das Mittagessen gibt es erst ab 14 Uhr und besteht meist aus 2 Gängen, Brot und Nachtisch oder Kaffee. Das Abendessen beginnt erst zwischen 21 und 23 Uhr. In den Gebieten mit viel Tourismus hat man sich jedoch auf die mitteleuropäischen Essenszeiten eingestellt.


 

nach obenNetzspannung

230 V, 50 Hz; Ein Adapter ist nicht unbedingt notwendig


 

nach obenTourismus & Geschichte

Der Touristenboom in Spanien begann bereits in den 50er Jahren. Heute verzeichnet die mediterrane Küste, die Costa del Sol, die Costa Brava, die Balearen und die Kanarischen Inseln den meisten Zufluss von Besuchern. Die Ureinwohner der Pyrenäenhalbinsel waren die Iberer, nach denen auch die Halbinsel benannt worden ist. An Kulturschätzen mangelt es Spanien nicht. Viele Kunstschätze und Bauwerke aus der Epoche der Weltherrschaft Spaniens können bewundert werden. Spanien wurde durch viele Völker geprägt, z. B. die Kelten, die Griechen, die Römer und Karthagener. Die wichtigste Epoche war die Zeit der Eroberer im 15. und 16. Jh.  Nie floss so viel Reichtum nach Spanien. Mitte des 16. Jh. waren u. a. Zentral-Amerika, Kuba und große Teile Südamerikas unter der Herrschaft Spaniens. Diese Epoche nennt man auch das Goldene Zeitalter. Der Adel und das Königshaus lebten im Überfluss. Vernachlässigt wurden Bildung und Infrastruktur. Man importierte lieber Waren als sie zu exportieren. Der Niedergang Spaniens begann. Im Westfälischen Vertrag von 1648 musste Phillip IV die Unabhängigkeit der Niederlanden und von Portugal verkünden.


 

nach obenFreizeitmöglichkeiten

Das Land bietet unzählige kulturelle Sehenswürdigkeiten. Kunstinteressierte zieht es in die Museen und Bauwerke von Künstlern wie Picasso oder Gaudi in die Städte Barcelona oder Málaga. Eine der größten Moscheen der Welt steht in der Stadt Córdoba. Die Kathedrale von Santiago de Compostela in Galicien zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Spaniens und gilt als Grabeskirche des Apostels Jakobus. Die Kirche und die Altstadt gehören seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ebenso befindet sich hier der Lebensbaum Christi, einer der wichtigsten Punkte auf dem Jakobsweg.

Das Naturgebiet Los Tilos auf der kanarischen Insel La Palma hat den größten Lorbeerwald der Welt. Die Flora der Region beheimatet Pflanzen, die auf dem europäischen Festland bereits lange ausgestorben sind. Durch die klimatischen Bedingungen auf der Insel wurde den Pflanzen das Überleben ermöglicht. Aufgrund der Einzigartigkeit der Region wurde Los Tilos von der UNESCO zum Naturschutzreservat erklärt.

Die sechs Stufenpyramiden Güimar auf Teneriffa wurden jahrelang als ein Haufen aufgeschichteter Steine deklariert. Erst Anfang der 90er Jahre fand ein Wissenschaftler heraus, dass die aus Lavasteinen bestehenden Bauwerke von Grund auf geplant und nach der Astronomie ausgerichtete Pyramiden sind..

Landschaftlich interessant ist auch die gesamte Mittelmeerküste Spaniens, angefangen bei der Costa Brava im Nordosten des Landes bis zur Costa de la Luz an der Südspitze. Auch die Balearen Mallorca, Menorca und Ibiza bieten landschaftliche Sehenswürdigkeiten und einige der schönsten Hafenstädte Europas. Die Kanaren, bestehend aus Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro sind landschaftlich besonders reizvoll. Von Vulkanlandschaften und Lavagebirgen über hohe Berge und grüne Wälder bis hin zu langen Sandstränden und kristallklarem Wasser gibt es hier aus landschaftlicher Sicht fast alles.