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Mängel vor Ort

Schülersprachreisen

Abschluss der Sprachreise

Nach Beendigung der Sprachreise wird durch die Schule ein Teilnehmerzertifikat oder ein Zeugnis ausgestellt, welches den besuchten Kurs und die Anzahl der Unterrichtsstunden auflistet. Aber natürlich nimmt der Schüler nicht nur sein Teilnehmerzertifikat mit nach Hause, sondern auch viele neue persönliche Erfahrungen, die er während seiner Sprachreise gesammelt hat. Er wird viel über die Kultur des jeweiligen Landes gelernt, neue Freunde gefunden und seine soziale sowie interkulturelle Kompetenz erweitert haben. Diese Erfahrungen werden ihn prägen und bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

Wie gibt man Mängel vor Ort auf einer Sprachreise an?

Natürlich wünscht man sich, dass der Sprachreiseaufenthalt reibungslos abläuft. Nichtsdestotrotz können Probleme auftauchen, sei es bei der Unterkunft oder dem ausgewählten Sprachkurs. Hier sollte der Sprachschüler umgehend reagieren und entweder bei der Sprachschule direkt oder bei den Betreuern vor Ort nachfragen.

Grundsätzlich sind Fragen zu Mängeln während der Reise und deren Abhilfe und Minderungsansprüche im BGB (§ 651c und d) geregelt. Hierin ist der Reiseveranstalter verpflichtet, „die Reise so zu erbringen, dass sie die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist“. Entsprechen die erbrachten Leistungen dem nicht, so hat der Kunde Anspruch auf Abhilfe. Geschieht dies nicht, steht ihm eine Minderung des Reisepreises zu. Allerdings ist der Kunde verpflichtet, die Mängel sofort am Urlaubsort anzuzeigen, um dem Veranstalter Gelegenheit zu geben, diesen abzustellen. Nach der Rückkehr hat der Kunde einen Monat Zeit, seine Ansprüche schriftlich beim Reiseveranstalter geltend zu machen. Als Orientierungshilfe wurde vom Landgericht Frankfurt die sogenannte Frankfurter Tabelle erstellt, in der mögliche Reisemängel und deren Wert in Prozenten aufgeführt werden.

Wie bei jeder Reise kann es auch bei Sprachreisen zu Unterschieden zwischen der Leistungsausschreibung im Katalog und den realen Bedingungen vor Ort geben, die nicht den Erwartungen der Teilnehmer und Eltern entsprechen. Dies vor allem, weil die Sprachreise für Kinder und Jugendliche im Gegensatz zu einer normalen Pauschalreise ein komplexes Produkt ist, das sich aus unterschiedlichen Bausteinen zusammensetzt, eine eingehende Betreuung erfordert und einen hohen organisatorischen Aufwand verlangt. Allerdings ist bei Sprachreisen laut dem FDSV die Reklamationsquote (1,01 Prozent) sehr gering im Vergleich zu anderen Pauschalreisen. Ein Grund hierfür ist, dass durch den täglichen Kontakt mit den Lehrern oder Betreuern Probleme viel einfacher vorgetragen werden können, als zum Beispiel bei der Reiseleitung einer Pauschalreise. So wird meist schnell und unbürokratisch im Sinne des Kunden Abhilfe geschaffen.

Da Kinder bzw. Jugendliche oft nicht so selbstbewusst sind, Probleme anzusprechen oder diese als solche nicht erkennen, sollten Sie als Eltern bei Bekanntwerden eines Mangels umgehend Kontakt zum Veranstalter oder der angegebenen Kontaktperson aufnehmen, um das Problem anzusprechen. In den meisten Fällen bemühen sich dann die Reiseleitung oder die Organisatoren vor Ort um Veränderung der Situation. Sollte es während der Reise zu keiner einvernehmlichen Lösung kommen bzw. der Mangel nicht abgeschafft werden, können Sie innerhalb eines Monats schriftlich beim Veranstalter reklamieren.