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Gute Gründe für eine Sprachreise

Schülersprachreisen

Gute Gründe für eine Sprachreise

Bei einer Sprachreise verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen: sich bei einem Auslandsaufenthalt mit einer Sprache auseinanderzusetzen und gleichzeitig Land und Leute kennenlernen.

Was den Zweck einer solchen Reise angeht, macht es Sinn zwischen Sprachreisen für Kinder und Jugendliche und Sprachreisen für Erwachsene zu unterscheiden.

Warum eine Sprachreise?

Viele Eltern möchten, dass ihr Kind Englisch lernt – und zwar so früh wie möglich. Die Wissenschaft gibt ihnen recht, zahlreiche Studien bestätigen, dass der frühe Erwerb einer Fremdsprache für die individuelle Entwicklung wichtig ist. Während Sprachforscher frühes Fremdsprachenlernen wegen der hohen Aufnahmefähigkeit des kindlichen Gehirns empfehlen, verweisen Pädagogen auf verbesserte Zukunftschancen und eine erhöhte soziale Kompetenz.

Wegen seiner Weltbedeutung kommt dabei der englischen Sprache eine überragende Bedeutung zu. Und bereits Kinder im Grundschulalter zeigen reges Interesse an dieser Fremdsprache, da ihnen das Englische aus Fernsehen, Computerprogrammen, Musik, Freizeitkultur und vom Reisen her vertraut ist. Zudem ist Englisch eine Sprache, in die man sich schnell hineinfinden kann, denn sie führt schon bald zu einer elementaren Kommunikationsfähigkeit. Deshalb fordern Wissenschaftler, den Fremdsprachenerwerb so früh wie möglich und mit so langen Kontaktzeiten wie möglich zu gestalten. Mit der Einführung des Fremdsprachenunterrichts ab der ersten Klasse wird dem in zahlreichen Bundesländern Rechnung getragen, auch wenn es erst ab Klassenstufe 5 einheitliche Unterrichtsstandards gibt.

Im gleichen Maße steigt auch der Bedarf außerschulischen Fremdsprachenlernens. Eine Sprachreise stellt dabei eine sinnvolle Ergänzung zum schulischen Unterricht dar. Kleinere Klassen, Unterricht bei muttersprachlichen Lehrern und der Wegfall schulischen Notendrucks erhöhen die Motivation zum freien Sprechen. Ein interessantes Lernumfeld und die Möglichkeit, das Erlernte in realen Situationen praktisch anzuwenden und damit auch etwas zu bewirken, begünstigen den Sprachfortschritt, verringern die Angst vorm Fehlermachen und erhöhen die Bereitschaft sich mit der Sprache auch im Unterricht intensiver auseinander zu setzen.

Neben dem Sprachaspekt hat eine Sprachreise aber auch noch weitere Wirkungen: Im Gegensatz zur normalen Ferienreise, bei der sich Kommunikation und soziale Beziehungen meist innerhalb der Gruppe abspielen, ist der Sprachschüler aktiv in für ihn fremde Lebenswelten eingebunden und erhält einen authentischen Eindruck vom Alltagsleben und der Kultur des Landes. Deshalb sollte eine Sprachreise keineswegs nur den Zweck der Verbesserung der Lernergebnisse haben, sondern ist immer auch ein Schritt zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit.

Sprachreisen für Kinder und Jugendliche

Sprachreisen für Kinder und Jugendliche sind komplett organisierte Reisen. Wichtiger Programmbaustein ist der Sprachunterricht, der altersgerecht und motivierend sowie auf das Sprachniveau der Schüler abgestimmt sein sollte. Er wird von muttersprachlichen Lehrern gehalten, was das Sprachgefühl erheblich steigert.

Die Unterbringung erfolgt meist in Gastfamilien oder in einer Residenz. Bestandteil einer Sprachreise ist außerdem ein vielseitiges, betreutes und altersgerechtes Freizeitprogramm, das auf die Interessen der Teilnehmer zugeschnitten ist und auch den Feriencharakter und die Motivation unterstützt. Betreuer übernehmen die Fürsorge und Aufsichtspflicht, sorgen sich um den reibungslosen Ablauf und sind für die Animation der Teilnehmer zuständig.

Je nach Veranstalter und Organisation der Sprachreise ist der Transfer in das Zielland bereits in das Paket inkludiert oder beginnt bei Ankunft am Zielflughafen, wo die Teilnehmer erwartet werden. Bei einer Schülersprachreise ist bei den meisten Eltern immer noch das klassische Bild vom Schüleraustausch nach Südengland mit der Unterbringung bei einer Gastfamilie im Kopf. Mittlerweile ist das Angebot für das jugendliche Publikum wesentlich vielfältiger geworden und hat sich ans Alter und den Interessen angepasst. So reicht das Angebot vom Sprachcamp für die Kleinsten über den Abiturvorbereitungskurs auf Malta bis hin zum entspannten Sprachurlaub mit Surfkurs an der Côte d‘ Azur.

Sprachreisen für Erwachsene

Sprachreisen für Erwachsene dienen in der Regel der mehr oder weniger intensiven Auseinandersetzung mit der jeweiligen Fremdsprache. Das Ziel des Sprachkurses ist oft klar definiert, sei es für die berufliche Weiterentwicklung, zur Vorbereitung auf ein Studium, eine Sprachenprüfung, oder zum bewussten Kennenlernen der fremden Kultur. Die Motivation erwachsener Sprachschüler ist in der Regel hoch, da der Spracherwerb mit einem konkreten Lernziel verbunden ist, die berufliche und private Situation auf den meist mehrwöchigem Auslandsaufenthalt abgestimmt werden muss und die Kosten der Reise selbst getragen werden.

Eine klassische Sprachreise für Erwachsene besteht grundsätzlich nur aus dem gewählten Sprachkurs und der organisierten Unterbringung. Meist wird auch der Transfer vom Flughafen mit gebucht. Einige Sprachreiseveranstalter bieten auch den Flug mit an, der ansonsten selbst gebucht werden muss. Weiterhin werden von den Sprachschulen Freizeitprogramme angeboten, die entweder vorher gebucht (z.B. Tauchkurs, Segelkurs) oder vor Ort bezahlt werden können (z.B. kostenpflichtige Ausflüge) oder kostenlos zum Angebot der Sprachschule gehören (z.B. Partys oder Kinoabende).

Welche Vorteile bringt eine Sprachreise?

Das vorrangige Ziel einer Sprachreise liegt auf der Hand: Verbesserung und Anwendung der Sprachkenntnisse. Fremdsprachenkenntnisse spielen im heutigen Berufsleben eine immer wichtigere Rolle, in vielen Branchen werden mittlerweile mindestens gute Englischkenntnisse vorausgesetzt. Somit scheint es wichtig, gerade in jungen Jahren, mit dem Erwerb und der Verbesserung einer Fremdsprache zu beginnen, denn Kinder können leichter an eine neue oder aber auch schon bekannte Sprache herangeführt werden.

Doch eine Sprachreise bedeutet nicht nur seine Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch das jeweilige Land mit seiner Kultur und den Menschen kennenzulernen und dadurch ganz automatisch seine interkulturelle Kompetenz zu erweitern. Der Sprachschüler lernt die Sprache dort, wo sie gesprochen wird und kann sie auch nach dem Unterricht außerhalb des Klassenzimmers in typischen Alltagssituationen einsetzen. So können umgangssprachliche Ausdrücke, die im Unterricht gelernt wurden, im direkten Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung angewendet werden. Auf diese Weise taucht der Sprachschüler, zumindest temporär, aktiv in die Sprache ein und erfährt vieles über Land und Leute. Dadurch wird seine Motivation, die jeweilige Sprache zu lernen, gestärkt, denn der Sprachschüler merkt, wie ihm die bisher erworbenen Kenntnisse im Ausland weiterhelfen und versteht die wichtige Rolle von Fremdsprachen in der heutigen Welt.

Gleichzeitig fördert eine Sprachreise auch die persönliche Weiterentwicklung des Kindes. Es muss während einer solchen Reise lernen, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, seinen Platz in der Gruppe zu finden und in dieser Verantwortung zu übernehmen. Doch eines steht von Anfang an fest: Am Ende der Sprachreise nimmt der Sprachschüler viele neue persönliche Eindrücke mit nach Hause, die ihm noch lange Zeit in Erinnerung bleiben werden.

Erwartungen an eine Sprachreise

Meist haben Eltern und ihre Kinder sehr unterschiedliche Erwartungen an die geplante Sprachreise. Während die Eltern mit Blick auf das letzte Zeugnis oder die beruflichen Chancen die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder verbessern möchten, wünschen sich die Kinder, eine schöne Zeit zu erleben, neue Freunde kennenzulernen und vor allem Spaß zu haben.

Eltern sollten deshalb bei einer Sprachreise nicht auf Wunder hoffen, denn eine Sprachreise ist keine Garantie, die schlechte Note in der Fremdsprache in eine gute zu verwandeln. Häufig stellt sich dieser positive Effekt tatsächlich ein, garantieren kann man ihn nicht. Auch wenn Veranstalter und Schule günstigste Bedingungen für den Lernerfolg schaffen, stellt er sich nicht automatisch ein. Die beste Voraussetzung für sprachliche Fortschritte und bessere Noten bleibt die Bereitschaft der Sprachschüler, sich im Unterricht zu engagieren, sich in die Gastfamilie zu integrieren und sich auf die Sprache „einzulassen“. Eine Verbesserung der Schulnote ist also nur eines von mehreren Bewertungskriterien. Der Erfolg einer Sprachreise ist eher langfristig und, wie bereits beschrieben, wesentlich vielseitiger angelegt.