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Sprachreisetypen

Schülersprachreisen

Die richtige Wahl des Sprachreisetypen

Manchmal ist es nicht so einfach, das richtige Produkt oder  besser gesagt, die Sprachreise zu finden, die für mein Kind die Beste ist. Wir möchten Euch einige Sprachreise-Typen vorstellen, und auch Vor- und Nachteile benennen.

Sprachcamps in Deutschland für Kinder bis 13 Jahre

Diese Sprachcamps für Kinder sind eine Kombination aus kommunikativem Sprachunterricht und aktivem Ferienspaß. Sie sind vor allem für Sprachanfänger geeignet oder für Kinder, die das erste Mal verreisen bzw. denen eine Sprachreise ins Ausland noch zu abenteuerlich erscheint. Sie finden überwiegend in Deutschland statt und werden durch deutsche Sprach- oder Kinderreiseveranstalter oder einer in Deutschland ansässigen Sprachschule organisiert. Da die Anreise meist selbst organisiert wird, können die Eltern ihr Kind zum Camp begleiten, sich gegebenenfalls mit den Betreuern unterhalten und sich ein Bild vor Ort machen, um mit einem ruhigen Gefühl ihr Kind im Camp zu lassen.

Um die Sprachangebote für die Kinder attraktiver zu machen, sind viele Sprachcamps in Deutschland auf die Interessen und Hobbys der Kinder zugeschnitten. So werden z.B. Reitcamps, Abenteuercamps, Klettercamps angeboten.

Bei den Sprachcamps gibt es unterschiedliche Sprachvermittlungskonzepte. Bei einigen Camps wird die Sprache in kurzen Unterrichtseinheiten am Vormittag durch geschulte Muttersprachler vermittelt. Bei Gesang, Bewegung, Malen, kreativer Arbeit und vor allem mit viel Spaß lernen die Kinder schnell neue Wörter und Sätze und entdecken so die Freude an der fremden Sprache und Kultur. Vermittelt werden Themen aus der kindlichen Erfahrungswelt, die altersgerecht aufbereitet wurden. Am Nachmittag dagegen werden die Freizeitaktivitäten durch deutschsprachige Betreuer begleitet.

Bei anderen Camps wird auf eine Unterrichtssituation verzichtet und das komplette Programm durch Muttersprachler ganztägig zweisprachig gehalten und die Kinder werden durch Spiele, Workshops, Musik oder während der Freizeit in den Ferienalltag auf spielerische Art und Weise an die Sprache herangeführt. In jedem Fall überwiegt das Freizeitangebot, dass auf die Interessen der Kinder abgestimmt ist. Die Betreuer sind hauptsächlich Muttersprachler oder Deutsche, die die Sprache perfekt beherrschen.

Klassische Schülersprachreisen 10 Jahre bis 17 Jahre

Ab circa 10 Jahren differenziert sich das Angebot. Mit zunehmender Selbstständigkeit und weiter entwickelten Sprachkenntnissen erweitert sich auch die Angebotspalette. Ab diesem Alter gibt es auch die ersten organisierten Auslandsreisen. Grundsätzlich empfehlen wir Sprachreisen ins Ausland auch schon ab 10 Jahren, allerdings setzt eine betreute Reise ins Ausland eine gewisse Reife voraussetzt. Da natürlich jedes Kind in seiner Entwicklung anders entwickelt ist, können nur die Eltern gemeinsam mit dem Kind können einschätzen, ob es schon selbstständig genug für eine Sprachreise ist.

Die klassische Schülersprachreise wird von deutschen Sprachreiseveranstaltern angeboten und führt als Gruppenreise überwiegend nach England. Diese Sprachreise wird als Komplettpaket angeboten, alle Reisebestandteile, wie Transfer, Übernachtung, Unterricht und Freizeitprogramm sind bis auf zusätzlich buchbare Leistungen im Preis enthalten. Die Sprachschüler wohnen meistens in Privatunterkünften, der Sprachkurs ist abwechslungsreich und motivierend gestaltet und dauert ca. 3 bis 4 Stunden am Tag. Am Nachmittag erfolgt ein auf das Alter zugeschnittenes Freizeitprogramm, das sowohl landeskundliche Inhalte abdeckt als auch auf spezielle Interessen des Kindes eingeht (z.B. spezielle Sportcamps). Angebote für ältere Jugendliche sind ähnlich strukturiert, nur das der Anteil an individueller Freizeit größer ist und mehr Zeit verbleibt, persönliche Bekanntschaften und Freundschaften zu schließen. Die Anreise erfolgt in der Regel betreut per Flug oder Bus, der zum Teil auch vor Ort zur Verfügung steht, um einen sicheren Transfer zu gewährleisten. Da die Teilnehmer überwiegend aus Deutschland kommen, spricht das Betreuerteam ebenfalls deutsch.

Um die Attraktivität und die Motivation der Teilnehmer zu erhöhen, werden Sprachreisen mit thematisch orientierten Freizeitprogrammen angeboten.

Vor- und Nachteile:

Vorteil dieser Sprachreise ist die Komplettorganisation aus einer Hand und der damit oft günstigere Preis. Für die Teilnehmer wie auch für die Eltern gibt es deutschsprachige Ansprechpartner, was den Einstieg in die fremde Umgebung erleichtert.

Nachteil im Sinne des Fremdsprachenerwerbs ist sicherlich die rein deutsch zusammengesetzte Gruppe, die den intensiveren Zugang zur Fremdsprache behindert.

Internationale Summercamps im Internat von 10 bis 16 Jahren

Hat das Kind schon die entsprechenden sprachlichen Fähigkeiten und die persönliche Reife kann es auch an einem internationalen Sprachcamp im Ausland teilnehmen, bei dem Kinder aus der ganzen Welt meist auf dem Campus eines Internats untergebracht sind.

Diese internationalen Summercamps, die meist in England oder Irland stattfinden, werden von dortigen Sprachschulen organisiert, die sich im Sommer in eines der zahlreichen privat betriebenen Internate einmieten. Da die Colleges zum Teil recht elitär sind und hohe Studiengebühren verlangen, sind auch die baulichen Gegebenheiten entsprechend großzügig und reichen vom schlossartigen Castle im Harry-Potter-Style bis hin zu alten Landsitzen, zusätzlich mit modernen Wohnheimen, Mensa, Theatersälen, Turnhallen, Schwimmhallen oder großzügigen Sportanlagen und einem weitläufigen Außengelände ausgestattet.

Bei diesen sogenannten Summercamps ist Englisch die durchgängige Umgangssprache, in der Regel gibt es aber einen deutschen Ansprechpartner. Die Organisation durch die Sprachschulen garantiert eine hohe Unterrichtsqualität. Der normale Sprachkurs dauert drei bis vier Stunden am Tag und wird von muttersprachlichen Lehrern gehalten. Die Unterbringung erfolgt in den angeschlossenen Wohngebäuden, wobei die Unterkünfte der Sprachschüler die gleichen sind, in denen während des Schuljahres die Internatsschüler wohnen. Zum Teil wird auch die Unterbringung in Privatunterkünften angeboten, die im näheren Umkreis des Colleges wohnen. Das Freizeitprogramm ist ein bunter Mix aus sportlichen Aktivitäten, Ausflügen, Workshops und Relaxen. Die Betreuer die von der Sprachschule ausgesucht wurden, begleiten die Teilnehmer während des ganzen Tages und sind auch nachts rund um die Uhr erreichbar.

Beachten sollten die Eltern, dass die Anreise individuell mit dem Flugzeug erfolgt und das Kind vom Team der Sprachschule am Flughafen abgeholt wird.

Vor- und Nachteile:

Vorteil der Summercamps ist die Möglichkeit des völligen Eintauchens in die englische Sprache und Kultur. Da die Teilnehmer aus vielen Ländern kommen, ist der Anteil deutschsprachiger Teilnehmer relativ gering.

Nachteil sind der im Vergleich höhere Preis und die Anreise und Abreise, die nur individuell erfolgen kann und nicht betreut ist. Bei jüngeren Teilnehmern kann man bei verschiedenen Airlines einen kostenpflichtigen Flugbegleitservice in Anspruch nehmen, bei einigen ist dieser sogar obligatorisch.

Internationale Juniorcamps für Jugendliche 12 bis 17 Jahren

Die Juniorcamps ähneln den internationalen Summercamps, nur ist die Zielgruppe älter und das Programm und die Betreuung an diese Altersgruppe angepasst. Sie umfassen das Hauptangebot an Sprachreisen ins Ausland, Zielländer sind neben England vor allem Malta, Spanien, Frankreich, Italien aber auch die USA, Südafrika oder Kanada. Auch sie werden von den Sprachschulen in den Zielländern organisiert und international vertrieben, so dass es neben deutschen auch Sprachschüler aus ganz Europa, Asien und Südamerika gibt. In der Hauptsaison in den Sommermonaten sind zum Teil mehrere Hundert Kinder vor Ort, die gemeinsam die Sprache lernen und ihre Freizeit zusammen verbringen. Da dies die Kapazität an Unterrichtsräumen der meisten Sprachschulen übersteigt, werden oft Nebengebäude angemietet, wo dann der Sprachunterricht stattfindet.

Meist werden auch verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten angeboten, neben der Unterbringung in Gastfamilien gibt es auch Residenzen oder Hotelunterkünfte. Das Freizeitprogramm ist ein bunter Mix aus sportlichen, und landeskundlichen Aktivitäten, oft können auch Zusatzprogramme wie Reiten, Tauchen, Surfen oder Segeln dazu gebucht werden. Abends finden selbstorganisierte Partys, Kinoabende oder Quizshows statt. Die Betreuung wird durch Teamer aus den Zielländern gewährleistet, Umgangssprache ist ebenfalls Englisch.

Die Anreise erfolgt in der Regel am Wochenende und individuell mit dem Flugzeug. Bei Ankunft am Zielflughafen werden die Teilnehmer von Vertretern der Sprachschule abgeholt und zur Unterkunft gefahren.

Vor- und Nachteile:

Vorteil: Internationale Juniorcamps ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit der Fremdsprache. Durch den internationalen Mix der Teilnehmer und das animierende Freizeitprogramm steht der Spaß im Vordergrund und es entstehen viele internationale Bekanntschaften.

Nachteil: Einziges Manko ist die individuelle Anreise, erst bei Ankunft am Zielflughafen werden die Teilnehmer durch Mitarbeiter der Sprachschule in Empfang genommen. Zu bestimmten Terminen, vor allem im Frühjahr und Herbst ist der Anteil der deutschen Teilnehmer größer. Bei zu später Buchung erhöhen sich die Flugpreise zu diesen Terminen zum Teil erheblich, so dass mit Zuschlägen zu rechnen ist.

Sprachkurs an internationaler Sprachschule ab 16 Jahre

Für junge Erwachsene ab 16 Jahren empfiehlt sich ein Sprachkurs an einer Sprachschule im Zielland. Ab diesem Alter geht es meist um ein konkretes Lernziel, sei es die Vorbereitung auf die Abiturprüfungen, ein Studium oder zur Umsetzung des Berufswunsches. Spezielle Angebote für die Altersgruppe zwischen 16 und 20 Jahren gibt es – abgesehen von den oben beschriebenen Ferienkursen (siehe Internationale Juniorcamps) – nicht, die Einteilung in die Sprachgruppe orientiert sich ausschließlich nach dem Sprachniveau. So ist es wahrscheinlich, dass das Altersniveau der Gruppe höher ist und die jugendlichen Teilnehmer meist die Jüngsten der Gruppe sind. Entsprechend niveauvoller sind auch die Unterrichtsthemen.

Das Angebot der Sprachschulen umfasst dabei immer mehrere Kurstypen (z.B. General English zur Verbesserung der allgemeinsprachlichen Kenntnisse oder die Vorbereitung auf eine Sprachprüfung), je nach dem welches Ziel die Sprachreise verfolgt. Die Gruppengröße während des Unterrichts ist kleiner als bei den Juniorkursen.

Ein durchorganisiertes Freizeitprogramm wird von den Schulen nicht angeboten, dafür gibt es fakultative Angebote, zum Teil kostenlos (Kinoabende, Stadtrundgänge, Sportangebote oder Partys) oder kostenpflichtige Ausflüge oder Freizeitkurse. Hier sind die Sprachschüler auf sich allein gestellt, ihre Freizeit je nach Lernziel oder Interesse selbst zusammenzustellen. Oft ergeben sich schon am ersten Tag zwanglos Kontakte zu anderen Sprachschülern, so dass sich vieles von allein ergibt.

Für junge Erwachsene stehen meist mehrere Unterkunftsoptionen zur Auswahl, entweder die Unterbringung in einem Privathaushalt, ein Zimmer in einem Studentenwohnheim oder in einer Residenz oder in einer Wohngemeinschaft. Die Anreise erfolgt individuell, ein Transfer zur Schule bzw. Unterkunft kann dazu gebucht werden und empfiehlt sich auf der Hinfahrt.

In jedem Fall sollte man mit 16 Jahren etwas Selbstvertrauen mitbringen, um Kontakte zu knüpfen und eventuelle Probleme und Hürden allein meistern zu können.

Vor- und Nachteile:

Vorteil: Sprachkurse für junge Erwachsene fördern neben der intensiveren Auseinandersetzung mit der Sprache die Selbstständigkeit, das Selbstbewusstsein und erweitern den berühmten Blick über den kulturellen Tellerrand. Nicht selten entstehen langlebige Freundschaften mit Sprachschülern aus anderen Ländern. Wer es sich zeitlich erlauben kann, bucht seinen Kurs außerhalb der teureren Hochsaison in den Sommermonaten. Durch die große Kursauswahl ist eine gezielte Sprachförderung möglich.

Nachteil: Der Vorteil ist gleichzeitig auch Nachteil: Für den Sprachschüler gibt es weder Betreuer noch individuelle Ansprechpartner mehr, mögliche Probleme oder unerfüllte Erwartungen z.B. im Unterricht oder bei der Gastfamilie müssen mit den Vetretern der Sprachschule in der Zielsprache geklärt werden. Dies erfordert natürlich etwas Selbstvertrauen.