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Sprachreise > Allgemeine Informationen

Einleitung

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Bei der Auswahl der Schülersprachreise müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Deshalb haben wir im Folgenden einige Informationen für Sie zusammengestellt, um Ihnen die Suche zu erleichtern.


 

Was ist eine Schülersprachreise?

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Einfach gesagt ist eine Schülersprachreise ein Auslandsaufenthalt mit dem Ziel, Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben oder zu verbessern. Was den Zweck einer solchen Reise angeht, macht es Sinn, zwischen Sprachreisen für Erwachsene und Schülersprachreisen für Kinder und Jugendliche zu unterscheiden.


 

Sprachreisen für Erwachsene

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Sprachreisen für Erwachsene dienen in der Regel der mehr oder weniger intensiven Auseinandersetzung mit der jeweiligen Fremdsprache. Das Ziel des Spracherwerbs ist oft klar definiert, sei es für die berufliche Weiterentwicklung, zur Vorbereitung auf ein Universitätsstudium oder auf eine Sprachenprüfung oder zum bewussten Kennenlernen der fremden Kultur. Die Motivation erwachsener Sprachschüler ist in der Regel hoch, da der Spracherwerb mit einem konkreten Lernziel verbunden ist, die persönliche berufliche und private Situation mit dem meist mehrwöchigem Auslandsaufenthalt abgestimmt werden muss und nicht zuletzt die Kosten der Reise zumeist selbst getragen werden müssen.

Das Erlernen der Fremdsprache im Ausland hat mehrere Vorteile gegenüber einem Kurs an der Volkshochschule oder einem Online-Sprachkurs am heimischen PC: Der Sprachschüler lernt die Sprache dort, wo sie gesprochen wird und kann sie auch nach dem Unterricht praktisch einsetzen. Umgangssprachliche Ausdrücke können im Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung angewendet werden, zudem erfährt man vieles über Land und Leute. Die Atmosphäre ist international und der Sprachunterricht erfolgt in der Fremdsprache.

Eine klassische Sprachreise besteht aus dem gewählten Sprachkurs und der Unterbringung. Meist wird auch der Transfer vom Flughafen mit gebucht. Einige Sprachreiseveranstalter bieten auch den Flug mit an, der ansonsten selbst gebucht werden muss. Weiterhin wird von den Sprachschulen ein Freizeitprogramm organisiert, dass entweder vorher gebucht werden muss (z.B. Tauchkurs, Segelkurs), vor Ort bezahlt werden kann (kostenpflichtige Ausflüge) oder kostenlos zum Angebot der Sprachschule gehört (Partys, Kinoabende).


 

Schülersprachreisen für Kinder und Jugendliche

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Schülersprachreisen für Kinder und Jugendliche gibt es hingegen in den verschiedensten Ausprägungen, die abhängig vom Alter und der sich daraus ergebenden sprachlichen und persönlichen Entwicklung, den Interessen und natürlich von der Motivation des Sprachschülers sind.

Wichtige Bausteine einer Schülersprachreise für Kinder und Jugendliche sind der Unterricht, der altersgerecht und motivierend sein sollte und auf den Erfahrungshorizont der Sprachschüler abgestimmt ist. Er wird von muttersprachlichen Lehrern gehalten, was das Sprachgefühl erheblich steigert. Die Unterbringung erfolgt meist in Gastfamilien oder in einer Residenz. Wichtiger Bestandteil ist ein vielseitiges, betreutes und altersgerechtes Freizeitprogramm, das auf die Interessen der Teilnehmer abgestimmt ist und auch den Feriencharakter unterstützt. Für Eltern weiterhin wichtig sind ein sicherer Transfer und eine verantwortungsvolle Betreuung.

Welche Schülersprachreisen gibt es? Von einer Schülersprachreise ist bei vielen Eltern immer noch das klassische Bild vom Schüleraustausch nach Südengland im Kopf, inklusive der Beherbergung bei der Gastfamilie mit guten oder weniger guten Erinnerungen. Mittlerweile ist das Angebot an Schülersprachreisen für das jugendliche Publikum wesentlich vielfältiger geworden und hat sich an deren Alter und Interessen angepasst. So reicht die Palette vom Sprachcamp für die Kleinsten über den Abiturvorbereitungskurs auf Malta bis hin zum entspannten Sprachurlaub an der Côte d'Azur.


 

Der Sprachreisemarkt

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Für den Verbraucher ist der Sprachreisemarkt nicht sehr transparent. Der Fachverband Deutscher Sprachreiseveranstalter FDSV geht aktuell von 160 Anbietern von Sprachreisen in Deutschland aus (2009), wobei allerdings nur rund 30 Prozent als Reiseveranstalter im Reiseveranstalterregister eingetragen sind, also auch die Reise veranstalten. Sie sind laut deutschem Gesetz verpfllichtet (§651k Abs.3 BGB) ihren Kunden einen sogenannten Sicherungsschein auszuhändigen, der sie vor einer eventuellen unternehmerischen Insolvenz absichert.

Der große und überwiegende Rest sind Anbieter, die Sprachreisen anderer Veranstalter im Programm haben oder über ihre Homepage Sprachschulen aus dem Ausland präsentieren und vermitteln. Mit der zunehmenden Verbreitung des Internets nimmt letzterer Trend seit Jahren zu. Weiterhin bieten mittlerweile viele ausländische Sprachschule ihr Kursprogramm in deutscher Übersetzung an.

Erschwert wird der Überblick für den Kunden durch zahlreiche neue Vertriebskanäle, die das Internet mit sich bringt. Durch sogenannte Affiliate-Programme (oder Partnerprogramme) erscheinen Anzeigeflächen auf Seiten, die nicht primär mit Sprachreisen und Schülersprachreisen zu tun haben und dem Seitenbetreiber Werbeeinnahmen bringen. Der Kunde landet dann wieder auf den Seiten der Veranstalter und hat wertvolle Zeit verloren.


 

Bausteine einer Sprachreise

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Eine klassische Sprachreise ist relativ fest struktieriert. Vorteil vieler Sprachreisenangebote ist, dass ähnlich einer Pauschalreise, neben dem eigentlichen Sprachunterricht alle weiteren Leistungen, wie Unterkunft, Anreise bzw. Transfer vom Flughafen und ein mehr oder weniger breites Freitzeitangebot in Paketen angeboten werden. Hat der Suchende genug Reiserfahrung kann er aber auch einzelne Bausteine buchen und sich um die weitere Organisation selbst kümmern.

Bei Schülersprachreisen für Kinder und Jugendliche werden fast ausschließlich Komplettreisen angeboten, wobei neben dem Sprachunterricht der Schwerpunkt auf der sinnvollen Freizeitgestaltung und Betreuung liegen sollte.


 

Auf was sollte man achten?

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Anreise

Wie gestaltet sich die Anreise? Sind die Betreuer schon während der Busfahrt oder dem Flug zum Zielort mit dabei?


Transfer vor Ort

Gibt es vor Ort einen Bus, der für Tagesausflüge zur Verfügung steht oder werden die öffentlichen Verkehrsmittel genutzt?


Betreuung und Ansprechpartner

Sind die Betreuer geschult und verfügen über Erfahrung im Bereich Jugendreisen und Schülersprachreisen? Sind die Betreuer vor Ort die direkten Ansprechpartner für die Eltern oder ist es der deutsche Reiseveranstalter? Gibt es eine Telefonnummer für Notfälle?


Freizeitprgramm

Welches Freizeitprogramm ist im Reisepreis inbegriffen? Ist es altersgerecht und auf die Wünsche sowie Interessen der Sprachschüler abgestimmt?


Zusatzkosten vor Ort

Welche zusätzlichen Kosten können vor Ort anfallen? Diese sind unter anderem bei der Kalkulation des Taschengeldes zu berücksichtigen.


 

Wo sollte man buchen?

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Welche Vor- bzw. Nachteile ergeben sich aus der unübersichtlichen Menge an Reiseangeboten und Anbietern für den Sprachreise-Suchenden? Und wo sollte man schließlich seine Sprachreise oder Schülersprachreise buchen?


Deutsche Sprachreiseveranstalter
Die Sprachreiseveranstalter sind meist klein- und mittelständische Unternehmen, die sich auf die Organisation von Sprachreisen spezialisiert haben und über entsprechendes Wissen und Know-how verfügen. Sie kennen die verschiedensten Sprachschulen, Länder, Kursarten, Betreuung und Unterkunfsttypen und können die Kunden entsprechend ihrer Wünsche sachgerecht beraten. Vor allem bei betreuten Kinder- und Jugendsprachreisen ist der Beratungsbedarf hoch, da es für die Eltern besonders wichtig ist, einen konkreten deutschsprachigen Ansprechpartner für eine schnelle Kommunikation und die Behebung eventueller Probleme zu haben.

Da die Veranstalter ihren Firmensitz in Deutschland haben, unterliegen sie dem deutschen Reiserecht. Für den Kunden hat dies gewisse Vorteile: Neben der Ausgabe des Sicherungsscheines sind sie rechtlich verantwortlich für die Erbringung der gebuchten Leistungen. Bei Reklamationen haben die Kunden somit einen konkreten Vertragspartner, um eventuelle Mängel anzuzeigen. Zudem sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die über Inhalt und Umfang der Rechte und Pflichten beider Parteien informieren, einsehbar.

Ein Manko für den Kunden ist, dass viele Sprachreiseveranstalter die Namen ihrer Partnerschulen nicht konkret in der Leistungsbeschreibung benennen, sondern diese mit z.B. "unsere Sprachschule in ..." umschreiben. Der Name der Sprachschule wird dann oft erst nach Buchung mit dem Versand der Reiseunterlagen genannt, womit dem Kunden eine wichtige Vergleichsgrundlage fehlt und er ausschließlich von der Beratung des Veranstalters abhängig ist.


Sprachschulen vor Ort

Bis auf zahlreiche betreute Kinder- und Jugendsprachreisen, die von einigen deutschen Veranstaltern komplett selbst organisiert werden (wie auch von Zebra-Tours), sind die Sprachschulen in den Zielländern die eigentlichen Leistungserbringer vor Ort. Die Vermittlung der Fremdsprache und die Organisation des Sprachurlaubs ist ihr Kerngeschäft, entsprechend professionell können sie zu allen Fragen wie Unterricht, Einstufung, Unterbringung und Freizeitprogramm und -möglichkeiten Auskunft geben. Hat man eine Sprachschule gefunden, kann man durch verschiedene Bewertungsportale auf Erfahrungsberichte zurückgreifen und die Qualität der Schule selbst einschätzen.

Für den Kunden von Nachteil ist es, überhaupt erst mal die/eine richtige Sprachschule zu finden. Mittlerweile hat jede Sprachschule eine Internetpräsenz, die Suche gestaltet sich entsprechend zeitaufwendig, aber auch informativ. Weiterhin ist es fraglich, ob der Eindruck, den man durch die Website gewinnt, auch der Realität entspricht. Und da die Sprachschulen im Ausland sitzen, kann es Probleme mit der Kommunikation bei der Beratung und in Detailfragen geben. Zudem kann sich der Kunde nicht auf das deutsche Reiserecht berufen und zieht bei eventuellen Reklamationen meist den Kürzeren.


Vermittler von Sprachschulen

Sprachreisevermittler bieten Sprachreisen, Schülersprachreisen und Sprachschulen an, gehen aber mit dem Kunden keinen Vertrag ein, da sie die Sprachreise nur vermitteln. Der Vertrag kommt zwischen dem Kunden und der Sprachschule zustande. Sollte der Sprachreisevermittler sein Angebot auf Sprachschulen spezialisiert haben, ist es für den Kunden von Vorteil, die konkrete Sprachschule kennenzulernen und sich ein selbst ein Bild machen zu können.

Als großen Nachteil verweist der FDSV auf schwarze Schafe, die sich im Internet tummeln. Der Aufwand der Einrichtung einer Internetpräsenz ist relativ gering, zum Teil werden Sprachreise-Portale als reine Referenzprojekte von Internetdienstleistern betrieben, wodurch das Beratungs-Know-how wegfällt. Da der Vertrag zwischen Kunde und Schule geschlossen wird, hat der Kunde auch hier keine rechtliche Handhabe bei Mängeln, außer er klärt sie vor Ort. Auf jeden Fall sollte vor Buchung das Impressum des Anbieters kontrolliert werden.


 

Sprache, Zielort und Kurswahl

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Sprache

Englisch als zu erlernende Fremdsprache steht in der Gunst der Sprachschüler mit Abstand ganz oben. Mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre, die eine Schülersprachreise machten, wählten einen Englisch-Kurs. Mit 5 Prozent folgt Französisch, circa ein Prozent lernte Spanisch auf einer Schülersprachreise. Bei den Erwachsenen sinkt der Anteil der Englisch-Lerner auf 70 Prozent, hier gewinnen Spanisch und Französisch mit jeweils ca. 10 Prozent als zweite Fremdsprache eine zunehmendere Bedeutung.

Zielländer

Auch bei der Wahl des Reiselandes unterscheiden sich die Schülersprachreisen der Kinder und Jugendlichen von denen der Erwachsenen. Während 80 Prozent aller Jugendlichen ihre Zeit in Großbritannien verbringen, ist es bei den Erwachsenen nur jeder Fünfte, der sich zum Englischlernen ins Vereinigte Königreich begibt. Gründe sind die relative Nähe Großbritanniens zu Deutschland, so dass auch der Bus als Transferart genutzt werden kann. Dadurch ist die Schülersprachreise nach Großbritannien noch immer die kostengünstigste Variante.

In der Gunst der Erwachsenen hat die Mittelmeerinsel Malta das Mutterland des Englisch als Hauptreiseland abgelöst. Knapp jeden Vierten zog es zum Sprachelernen auf die kleine Insel, auf der als ehemalige englische Kolonie Englisch Amtssprache ist. Mediterranes Klima, kristallklares Wasser und ganzjährig warmes Wetter sind eben eine echte Alternative - vor allem in der preisgünstigeren Nebensaison. Aber auch bei den Jugendlichen steht Malta immer höher im Kurs. Vor allem in den Oster- und Herbstferien werden die Angebote der Sprachschulen genutzt, mit dem kleinen Nachteil, dass zu diesen Zeiten der Anteil deutschsprachiger Lerner ansteigt.

Weitere Ziele, vor allem für die Erwachsenen, sind die klassischen Traumreiseländer USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südafrika, die mit einem meist längeren Aufenthalt und in Kombination mit aktiver Freizeitgestaltung (Surfen, Segeln, Tauchen) oder einer Rundreise verbunden werden. Bei den Schülern spielen diese Ziele wegen der hohen Reisekosten bei einer betreuten Schülersprachreise nur eine marginale Rolle.

Wer Spanisch als Fremdsprache lernt, zieht es vor allem auf die Iberische Halbinsel. Fast jeder Schüler und rund 80 Prozent der Erwachsenen belegte einen Kurs in Städten wie Madrid, Barcelona, Sevilla oder Granada. Gut 20 Prozent der Erwachsenen Spanischstudenten lernte die Sprache in Lateinamerika.

Für französisch und italienisch gibt es zu den Mutterländern Frankreich und Italien praktisch keine Alternative.

Kurswahl

Durch die Auswahl aus verschiedenen Kursangeboten kann ganz bewusst gesteuert, wie intensiv und zu welchen Zweck die Fremdsprache erlernt werden soll. So reichen die Kurstypen vom normalen Generell English Course mit in der Regel 20 Unterrichtsstunden pro Woche bis zum intensiven Business-English-Course im Einzelunterricht. Ebenso werden Kurse angeboten, die das Sprache lernen mit dem Kennenlernen landestypischer Besonderheiten kombiniert.

Bei Schülersprachreisen für Kinder und Jugendliche ist im Normalfall ein allgemeinsprachlicher Kurs mit rund 20 Wochenstunden in das komplette Angebot integriert. Zusätzlich werden Intensivkurse angeboten, die mit einem Spezialkurs verbunden sind, wie z.B. zur Vorbereitung auf das Abiturvor oder eine Sprachenprüfung. Alternativ wird vor allem bei Schülersprachreisen für Kinder auf eine Unterrichtssituation verzichtet, die Sprachvermittlung erfolgt integriert in das Freizeit- und Aktivitätenprogramm.


 

Auswahl der Unterbringung

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Eine ebenso große Auswahl hat der Sprachschüler bei der Auswahl einer entsprechenden Unterkunft. Hier reicht das Angebot von der Unterbringung bei einer Gastfamilie, dem Wohnen in einer WG oder Residenz bis hin zur Hotelunterkunft. Eine Übersicht und Einschätzung der verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten mit Vor- und Nachteilen können Sie hier nachlesen.