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Hilfe für die Kleinen auf großer Fahrt

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Fremdsprachenkenntnisse werden in Zeiten der Globalisierung immer wichtiger und viele Eltern schicken ihre Jüngsten zum Sprachkurs auf große Fahrt. Bei den Schülersprachreisen sind Leistungen wie Unterkunft, Busfahrt oder Sprachunterricht klar geregelt. Doch was passiert, wenn vor Ort eine Grippe den Schüler ins Bett statt auf die Schulbank zwingt? Was ist, wenn ein junger Allergiker mit tränenden Augen und ständigen Niesattacken nicht zum Vokabeln-Pauken kommt?

„Für gewöhnlich ruht sich der Sprachschüler in seiner Unterkunft wie Zuhause aus und geht wieder zum Unterricht, sobald er sich erholt hat“, sagt Julia Richter vom Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV). Nur wenn sich die Beschwerden über einen längeren Zeitraum hinziehen, sei abzuwägen ob ein vorzeitiger Rücktransport Sinn macht. „Manche Sprachschulen bieten aus Kulanz den verpassten Sprachkurs zu einem späteren Zeitpunkt an. Bei einer vorhandenen Reiseabbruchversicherung werden jedoch definitiv die Kosten für den Sprachkurs und den vorzeitigen Rücktransport erstattet“, erklärt die Geschäftsführerin des FDSV.

Werner Kinzinger von der Verbraucherschutzeinrichtung Aktion Bildungsinformation (ABI) weist darauf hin, dass die Reiseabbruchversicherung jedoch nur bei schwerer Erkrankung des Sprachschülers einspringt. „Erkältungen oder allergische Beschwerden zählen nicht dazu, zumal ja auch die Reiseveranstalter die Teilnehmer vor Reisebeginn nach Allergien abfragen sollen.“ Damit soll verhindert werden, dass ein Schüler mit Tierhaar-Allergie ausgerechnet bei der katzenvernarrten Gastfamilie untergebracht wird. Was Geschäftsführer Werner Kinzinger für unerlässlich hält, das ist vor allem eine private Auslands-Krankenversicherung, die alle Kosten für einen Arzt- oder Krankenhausbesuch und mögliche Transporte abdeckt.

Doch nicht nur bei Allergien, auch bei Heimweh kann die Nase laufen und die Augen tränen. Werner Kinzinger steht dem Thema pragmatisch gegenüber und sieht darin „einen positiven Nebeneffekt zur Persönlichkeitsförderung. Da sollte man mit seinem inneren Schweinehund kämpfen und das ganze durchstehen.“ Julia Richter vom FDSV hat zum Heimweh eine ähnliche Einstellung und sieht „den Abbruch einer Sprachreise nur als letzte Lösung an. Schließlich gehören auch solche Erfahrungen zu einem Auslandsaufenthalt.“

Da es gegen Heimweh keine Versicherungen gibt, sieht Werner Kinzinger besonders die Betreuer in der Pflicht. „Je jünger die Sprachschüler sind, desto mehr müssen sich die Betreuer um diese kümmern“, mahnt er. Und Julia Richter fügt hinzu, dass es auch im Krankheitsfall und nachts immer einen Ansprechpartner geben muss. „Dieser muss den Kindern oder Jugendlichen bekannt und vor Ort direkt zu erreichen sein.“

Stefan Reichert von dem Leipziger Sprachreise-Veranstalter Zebra-Tours hatte als Betreuer auch seine Erfahrung mit dem Heimweh einer Sprachschülerin gemacht. „Drei Tage lang war sie wirklich untröstlich und nahm nur ungern am Unterricht teil.“ Doch der Grund für ihr Heimweh lag wie bei vielen nicht im Vermissen der vertrauten Umgebung - sondern im fehlenden Anschluss vor Ort. „Kaum hatte sie den Kontakt zu einer anderen Schülerin gefunden, war ihr Heimweh von einer Stunde auf die andere verschwunden.“