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Mindestteilnehmerzahl

Ein Großteil der Reiseanbieter behält sich eine Absage der Reise vor, wenn nicht genügend Anmeldungen eingehen. Der Anbieter muss dann bekannt geben, bis zu welchem exakten Datum eine Mindestzahl an teilnehmenden Kindern erreicht sei muss, damit die Reise stattfindet.

Erreichbarkeit

Vor der Fahrt sollte der Reiseveranstalter an ein bis zwei Tagen in der Woche auch außerhalb der Öffnungszeiten des Büros telefonisch erreichbar sein. Für die Zeit der Reise sollte er rund um die Uhr erreichbar sein. Die Information und Beratung vor und während der Fahrt muss kostenlos sein.

Weltbild

Ob Sportjugend oder Kirchengemeinde, politische Organisation oder gewerkschafts­naher Verein: Ein guter Reiseveranstalter zeigt öffentlich, wenn er eine bestimmte religiöse, politische oder sonstige Ausrichtung hat.

An- und Abreise

Die Informationen zu An- und Abreise sollten keine Fragen offen lassen. Im Reiseangebot muss stehen, ob die Kinder mit Bus oder Bahn anreisen, wo die Fahrt beginnt und wo sie endet – aber auch, wie lange sie voraussichtlich dauern wird. Mindestens ein Betreuer muss auf der Hin- und Rückreise dabei sein. Bei langer Anfahrt sollte auch diese Zeit in Bus oder Bahn soweit möglich unterhaltsam gestaltet sein. Ein guter Reiseveranstalter prüft regelmäßig, ob die Busfahrer eine Lizenz haben und die Busse fahrtauglich sind.

Unterkunft

Prüfen Sie ob im Prospekt klar zu erkennen ist, wie viele Betten ein Zimmer um­fasst und ob es für Betreuer getrennte Schlafbereiche gibt. Viele Kinder sind Gruppenunterkünfte nicht gewohnt, mehr als sechs Betten pro Zimmer sollten ihnen daher nicht zugemutet werden. Eine Möglichkeit, wertvolle Gegenstände wegzuschließen, sollte es ebenfalls geben. Die Reiseveranstalter sind in der Pflicht – sie müssen regelmäßig prüfen, ob die Unterkünfte hygienischen einwandfrei sind und ausreichend Vorkehrungen für Notfälle geschaffen sind.

Gütesiegel

Rund 300 Einrichtungen tragen deutschlandweit das Gütesiegel QMJ Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen des BundesForum Kinder- und Jugendreisen. Sie erfüllen mit ihren Zimmern, der Verpflegung und dem Personal Qualitätsstandards für die Unterbringung junger Gäste. Auf der Seite des BundesForums können Sie nachsehen, ob die Unterkunft des Reiseveranstalters dazuzählt.

Verpflegung

Prüfen sie, ob die Kinder und Jugendlichen den ganzen Tag über versorgt sind oder ob nur Halbpension im Preis inbegriffen ist. Die Mahlzeiten sollten ausreichend und ausgewogen sein und für Vegetarier oder bei Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Ernährungseinschränkungen aus religiösen Gründen entsprechend angepasst werden können.

Fahrt-Programm

Legen Sie Wert darauf, dass der Reiseveranstalter ein Programm für die Zeit der Reise ausgearbeitet hat. Es sollte nicht zu starr sein, sprich: Kinder oder Jugendliche sollten zwischen Aktivitäten auswählen können und die Möglichkeit haben, das Programm mitzugestalten.

Altersgruppen

Die Altersspanne in einer Reisegruppe sollte nicht zu groß sein. Nur dann können Betreuer ein altersgerechtes Programm ansetzen. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen empfiehlt einen Altersunterschied von 2 bis 3 Jahren. Gruppierungen von beispielsweise 9 bis 11 Jahre sind daher angemessen.

Betreuerausbildung

Klären Sie, ob die Betreuer vor der Fahrt in rechtlichen und päda­go­gischen Fragen geschult worden sind. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen setzt mindestens 40 Stunden Schulung sowie eine Erste-Hilfe-Ausbildung voraus.

Betreuerschlüssel

Sechsjährige Kinder brauchen mehr Aufmerksamkeit als 13-Jährige. Daher empfiehlt das BundesForum Kinder- und Jugendreisen die Faustregel: Das Alter der Kinder gibt an, wie viele Reiseteilnehmer ein Betreuer ungefähr beaufsichtigen sollte. Sind die Kinder erst sechs Jahre alt, ist ein Betreuer am besten nur für sechs Kinder zuständig, bei 13-Jährigen reicht ein Betreuer für 13 Jugendliche. Der Betreuungsaufwand ist jedoch höher, wenn behinderte Kinder mitreisen, aber auch wenn das Programm Ausflüge mit erhöhtem Risiko beinhaltet, wie etwa Radtouren oder Klettern.

Gütesiegel

Die Partner und Mitglieder des BundesForum Kinder- und Jugendreisen verpflichten sich, sich an festgeschriebene Leitsätzen für Ferienreisen zu halten. Zudem tragen rund 20 Reiseveranstalter das Gütesiegel QMJ Sicher Gut! des gemeinnützigen Vereins. Dann gilt: Sowohl die Rahmenbedingungen als auch die Reisebegleitung der Anbieter wurden durch den Verein zertifiziert. Welche Veranstalter dazu zählen, können Sie unter www.SicherGut.net nachsehen.

Reisevorbereitung

Egal ob Sommerferiencamp an der Ostsee oder eine Ski-Freizeit in den Alpen: Einige Dinge gehören immer ins Reisegepäck, wenn Kinder auf Reisen gehen. Was Sie außerdem vor einer Fahrt bedenken sollten, zeigt Ihnen die folgende Checkliste.

Für den Notfall

Unbedingt die Krankenversicherungskarte und eine Kopie des Impfausweises einpacken. Überlegen Sie sich außerdem, wie und wann Sie selbst oder auch andere Verwandte im Notfall zu erreichen sind.

Versicherungen

Die meisten Schadensfälle sind bereits mit der privaten Haftpflichtversicherung der Eltern abgedeckt. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen empfiehlt zudem eine Unfallversicherung für das Kind. Wird sie nur für die Fahrt abgeschlossen, kann das jedoch extra kosten: Für Ferienfahrten wird oft ein Risikoaufschlag fällig.

Reiserücktritt

Eine Reiserücktrittsversicherung ist bei vielen Anbietern im Reisepreis enthalten. Ist das nicht der Fall, dann informieren die Veranstalter oftmals auch über günstige Angebote. Sinnvoll ist es, ergänzend eine Reiseabbruchversicherung abzuschließen, falls das Kind während der Fahrt krank wird oder daheim ein Notfall eintritt. Wird das Kind allerdings wegen schwerer Regelverstöße nach Hause geschickt, greift diese Versicherung in der Regel nicht. Die Eltern müssen dann die zusätzlichen Reisekosten selbst tragen und den anteiligen Reisepreis für die verfallenden Tage erhalten sie ebenfalls nicht zurück.

Bei Auslandsreisen

Informieren Sie sich beim Reiseveranstalter, ob bestimmte Impfungen notwendig sind. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kann sinnvoll sein. Geht die Reise ins außereuropäische Ausland, wird möglicherweise ein Reisepass benötigt. Dieser wird meist innerhalb von vier Wochen von Bürgerämtern ausgestellt.

Betreuer informieren

Wenn ihr Kind Erkrankungen hat oder nachts einnässt, sollten die Betreuer darüber informiert werden. Ihr Kind muss sich dann nicht in einer unangenehmen Situation erklären und die Betreuer können besser auf bestimmtes Verhalten des Kindes oder in gewissen Momenten reagieren. Ähnliches gilt, wenn Ihr Kind regelmäßig Medikamente einnehmen muss: Die Betreuer dürfen den Kindern keinerlei Medikamente verabreichen. Sie können die Kinder aber an die Einnahme erinnern. Ihr Kind sollte daher wissen, wann und wie viel es einnehmen muss.

Vollmacht

Gerade bei Reisen ans Meer oder in See-Nähe benötigen schwimmfähige Kinder eine unterschriebene Bescheinigung von ihren Eltern, dass Sie schwimmen können und ins Wasser dürfen. Ab einem bestimmten Alter sind auch kurze Ausflüge ohne Betreuer möglich. Auch hierfür brauchen die Kinder oder Jugendlichen eine Erlaubnis der Eltern. Fragen Sie vorher beim Reiseveranstalter nach, ob und für was Bescheinigungen erforderlich werden.

Taschengeld

Manche Reiseveranstalter sprechen Empfehlungen aus. Daran sollten sich Eltern halten, damit unter den Kindern keine Konkurrenz entsteht. Oftmals verwalten aber die Betreuer das Taschengeld und geben bei Bedarf bestimmte Beträge heraus.

Heimweh

Vor allem bei Kindern, die das erste Mal allein unterwegs sind, kann Heimweh an den ersten Tagen normal sein. Sprechen Sie mit Ihrem Kind vor der Abfahrt über das Gefühl. Als Vorbereitung können auch kurze Übungsreisen dienen: Ein Wochenende bei Verwandten oder eine Nacht bei Freunden der Kinder helfen dem Kind sich an die Situation ohne Eltern zu gewöhnen. Während der Fahrt kann das Lieblingskuscheltier schon helfen, abends im nicht-heimischen Bett zur Ruhe zu finden. Eltern sollten zudem jederzeit für das Kind erreichbar sein. Selber sollten Sie allerdings nur in Notfällen anrufen.

Nicht ins Gepäck

Für alle Fahrten gilt: Keine Waffen, Zigaretten, Drogen, alkoholischen Getränke oder Speisen. Einige Reiseveranstalter bitten auch darum, Handys und elektronische Spielgeräte ebenso wie wertvolle Gegenstände oder Kleidung nicht mit auf Reisen zu geben. Das soll Diebstahl und Konkurrenz unter den Kindern vorbeugen.


Hilfe für die Suche nach einem Reiseveranstalter

BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.

Der gemeinnützige Verein gründete sich 1997 und wird seitdem von dem Bundesministerium für Familie und Jugend gefördert. Bereits vor der Gründung hat er Leitsätze festgelegt, die Reiseangebote erfüllen sollten. Die derzeit 25 Mitglieder und 55 Partner des gemeinnützigen Vereins verpflichten sich, die Leitsätze und die später beschlossenen Qualitätskriterien einzuhalten. Wer dazu gehört, können Sie auf den Seiten des Vereins nachlesen. Ebenso sehen Sie dort, welche Unterkünfte und Reiseveranstalter jeweils Gütesiegel des Vereins erhalten haben. Die Mitarbeitenden geben gerne auch telefonisch Auskünfte darüber, ob ein Reiseangebot als gut zu bewerten ist und wo Sie einen seriösen Reiseveranstalter finden können.

Kontakt
BundesForum Kinder- und Jugendreisen
Senefelderstraße 14
10437 Berlin
Telefon: 030 / 44 65 04 10
Fax: 030 / 44 65 04 11
E-Mail: service@BundesForum.de
www.BundesForum.de

Reisenetz – Deutscher Fachverband für Jugendreisen

Der Deutsche Fachverband für Jugendreisen hat ebenfalls Qualitätsstandards herausgegeben, denen sich seine eigenen Mitglieder und Partner verpflichtet haben. Der Fachverband ist ebenso wie viele andere Verbände Mitglied im BundesForum Kinder- und Jugendreisen.

Kontakt
Reisenetz – Deutscher Fachverband für Jugendreisen
Kaunstr. 21
14163 Berlin
Telefon: 030 / 2462 8430
Fax: 030 / 2462 8490
E-Mail: info@reisenetz.org
www.reisenetz.org

Jugendämter

Auch Jugendämter bieten Reisen für Kinder und Jugendliche in den Ferien an. Oftmals kooperieren diese dann mit öffentlichen oder freien Trägern aus der Region.