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Was tun? Mir gefällt meine Gastfamilie nicht!

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Auf Sprachreisen und speziell auf Schülersprachreisen nach England oder in andere Länder Europas ist die Unterbringung in Gastfamilie ein charakteristisches Merkmal. Tagsüber Unterricht und am Abend mit der Familie gemeinsam Abendessen - Zeit zum Reden in der Fremdsprache bleibt da auf alle Fälle und festigt so das Gelernte und vor allem auch die Alltagssprache. Und ganz nebenbei erfährt man noch viel über den Alltag der Familien, wie sie leben, was sie essen und was sie für Interessen in Freizeit und Beruf haben.

In der überwiegenden Mehrzahl der Aufenthalte bei Gastfamilien klappt das Zusammenspiel zwischen der Gastfamilie als Gastgeber und Sprachschüler sehr gut. Bei unserer Schülersprachreise nach Hastings in England zum Beispiel werden die Gastfamilien durch die Schüler nach der Reise beurteilt und bekommen durchweg gute bis sehr gute Benotungen.

Dies hat vor allem auch damit zu tun, dass es vor Ort Organisationen gibt, die sich auf die Vermittlung von Gastfamilien spezialisiert haben und sehr professionell arbeiten. Über Plakate, Zeitungsanzeigen oder Mund-zu-Mund-Propaganda werden Gastfamilien im Wohngebiet gesucht, die bereit sind, für ein Entgelt Gastschüler aufzunehmen. Nach einer Inspektion vor Ort, einigen Gesprächen zur Motivation und zu organisatorischen Fragen und dem Nachweis eines polizeilichen Führungszeugnisses, erhalten die Gastfamilien dann die erste Gelegenheit, Sprachschüler aufzunehmen (Mehr zu den Aufnahmebedingungen und zum Leben in einer Gastfamilie haben wir in einem anderen Artikel über unsere Partnerorganisation Senlac Tours während unserer Schülersprachreise nach England zusammengefasst).

Doch was ist, wenn die Chemie mal nicht stimmt, bestimmte Leistungen durch die Gastfamilie nicht erbracht werden oder man sich nicht wohl fühlt im „neuen Zuhause“? Gerade jugendliche Sprachschüler kommen oft mit ganz anderen Erwartungen an, als sie dann wirklich vor Ort vorfinden. Dazu kommen der Anreisestress, die neue Umgebung und eine andere Sprache - viele Gründe, die neue Unterkunft erst mal nicht so toll zu finden.

In jedem Fall raten wir am nächsten Morgen die Betreuer vor Ort bzw. die Ansprechpartner in der Sprachschule darauf anzusprechen. Dies können im besten Fall die Sprachschüler selbst machen oder die Eltern, die sich gern an das Büro des Veranstalters wenden können. In der Regel sind es nur kleine Dinge oder Missverständnisse, die sich durch ein Gespräch mit der Gastfamilie schnell aus der Welt schaffen lassen. Seien wir ehrlich: Eine Gastfamilie ist kein standardisiertes Hotel, jede Familie lebt individuell, hat eigene Wohnvorstellungen, Rituale, Hobbys und Eigenheiten. Manchmal geht es lustig zu, manchmal wird gestritten, manchmal ist Besuch da oder die Familie verschwindet ins Kino. Ein älteres Ehepaar lebt eben anders als eine fünfköpfige Familie. Das kann man als Gast gut finden oder nicht, aber es ist Alltag.

Bei gravierenderen Mängeln allerdings (zum Beispiel es wurde keine Mahlzeiten angeboten, die Zimmerbelegung entspricht nicht der Ausschreibung oder die Unterkunft ist nicht sauber) sollte der Veranstalter oder die Sprachschule im besten Fall schriftlich per E-Mail darauf hingewiesen und um eine Prüfung bzw. Stellungnahme gebeten werden. Normalerweise prüfen die Gastfamilien-Organisationen die Beschwerden umgehend und können so schnell reagieren und tun dies in der Regel auch. Gibt es Sicht der Sprachschüler allerdings keine Änderungen des Zustandes, sollte um einen Wechsel der Gastfamilie gebeten werden.

Unbedingt - im Interesse aller - sollten Unannehmlichkeiten immer noch während des Aufenthaltes vor Ort geklärt werden. Laut Reiserecht muss dem Reiseveranstalter die Gelegenheit zur Behebung des Mangels gegeben werden. Erst wenn dieser nicht erfolgt, hat man im Anschluss der Reise Gelegenheit, die Mängel anzuzeigen und eine eventuelle Kompensation zu verlangen.

Mehr Informationen rund um das Thema Schülersprachreisen haben wir in unserem „Ratgeber Schülersprachreisen“ zusammengestellt, der sich auch als pdf heruntergeladen werden kann. (18.12.2017)