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Brexit - Schülerreisen nach England - Was nun?

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Schülersprachreisen nach England - Brexit, was nun?


Hat der Brexit bereits jetzt Auswirkungen auf Schülersprachreisen?

Bisher bedeutet der Brexit noch keine Veränderungen.

Zu beachten ist jedoch schon jetzt, dass die Einreisebedingungen ins Vereinigte Königreich strenger sind als in andere EU-Staaten, da es kein Mitglied des Schengen-Raums ist. Sprachreisende (aus EU-Staaten) müssen daher auch jetzt schon ein Ausweisdokument (Personalausweis, Reisepass, Kinderreisepass) mitführen, das noch mindestens 6 Monate gültig ist.


Wird mein Kind für eine Schülersprachreise in England ein Visum brauchen?

Nein, EU-Bürger benötigen kein Visum (Stand 27.11.2019).

Die Verhandlungspartner wollen erreichen, dass sich auch vorerst nichts ändert.

Die EU strebt an, sich mit dem Vereinigten Königreich auf eine Übergangsphase zu einigen. Nach dem Brexit-Termin am 29. März 2019 würde das Vereinigte Königreich erst einmal im EU-Binnenmarkt bleiben. In diesem Fall könnten (Sprachreise-)Touristen so problemlos einreisen wie bisher. Erst ab Aufenthalten ab 3 Monaten würde ein Visum erforderlich werden.

Mittlerweile ist sogar über eine Brexit-Übergangszeit bis Ende 2021 im Gespräch.

Wenn die Verhandlungspartner bis Dezember 2018 zu keiner Einigung kommen, gibt es einen „ungeordneten“ oder „harten“ Brexit. Die Beziehungen Deutschlands zum Vereinigten Königreich würden dadurch vergleichbar mit denen zu beispielsweise Kanada. Zur Einreise wäre dann ein Visum notwendig.

Für den Fall eines ungeordnete Brexits wird aber schon daran gearbeitet, dass der Flugverkehr nicht gestört wird und EU-Bürger weiterhin ohne Visum ins Vereinigte Königreich einreisen dürfen (und umgekehrt).


Wird der Brexit noch andere Auswirkungen für Schülersprachreisen nach England?

Auch das ist noch nicht ganz absehbar.

Wie bei dem Visum kommt es darauf an, ob das Vereinigte Königreich (vorerst) im EU-Binnenmarkt bleibt, oder nicht.

Änderungen sind bei Fahr- und Fluggastrechten zu erwarten. Bisher schützen EU-Richtlinien Reisende bei Verspätungen, Flugausfällen oder Annullierungen. Diese müssen nach dem Brexit neu verhandelt werden. Die neuen Regelungen könnten aber auch noch kulanter für Sprachreiseteilnehmer werden.

Auch im Mobilfunk könnte es zu Änderungen kommen. In und aus dem EU-Ausland kann zum Inlandstarif telefoniert und im Internet gesurft werden. Momentan kann Ihr Kind Sie also ohne Zusatzkosten von der Schülersprachreise in England anrufen. Wie das nach dem Brexit aussieht, ist noch nicht klar. Deutsche Mobilfunkanbieter haben aber bereits jetzt günstige Tarife, die auch für Nicht-EU-Länder wie z.B. die Schweiz gelten. Diese Tarife werden nach dem Brexit höchstwahrscheinlich auf das Vereinigte Königreich ausgeweitet.


Werden Schülersprachreisen nach England mit dem Brexit teurer?

Schülersprachreisen nach England werden durch den Brexit billiger!

Vor dem Brexit-Entschluss kostete 1 Pfund Sterling noch ca. 1,30 Euro. Mittlerweile kostet 1 Pfund Sterling nur noch um die 1,13 Euro.

Der Euro wird im Vergleich zum Pfund also stärker, das heißt man bekommt mehr für sein Geld auf einer Sprachreise für Schüler nach England. Freizeitaktivitäten, Verpflegung, Transport… alles kostet für deutsche Sprachreisende in England nun weniger als vor dem Brexit-Entschluss.

Ein Beispiel: Der Eintritt in Madame Tussaud‘s berühmtes Wachsfigurenkabinett in London kostet für zwei Erwachsene jetzt um die zehn Euro weniger, eine Fahrt im London Eye ungefähr acht Euro weniger als vor dem Brexit-Beschluss.

Gleichzeitig entscheiden sich aufgrund der Planungsunsicherheiten durch den Brexit immer weniger Touristen, nach England zu reisen. Deshalb senken beispielsweise Hotels in England ihre Preise, um doch noch einige Reisende anzulocken. Auch das macht Sprachreisen, beispielsweise die kombinierte Schülersprachreisen nach Hastings und London, etwas günstiger.

Finanz-Experten erwarten, dass das Pfund nach dem Brexit-Termin am 29. März 2019 weiter an Wert verliert. Dass der Brexit Sprachreisen teurer macht, ist also nicht zu erwarten.


Ist die Englische Sprache nach dem Brexit überhaupt noch so wichtig?

Englisch ist und bleibt die wichtigste Weltsprache.

Auch in Deutschland ist Englisch eine wichtige Wirtschaftssprache und gute bis sehr gute Englischkenntnisse sind für viele Jobs Wesentlich oder gar Pflicht. Vor allem, wer später mal in Führungspositionen oder in der Wissenschaft arbeiten möchte, sollte Englisch nahezu perfekt beherrschen. Aber auch für Jobs der mittleren Qualifikationsebene, z.B. im Tourismus oder im Handel, werden gute Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Außerdem wird in den meisten Ländern Englisch als Zweitsprache gelehrt. Ungefähr 1,5 Billionen Menschen weltweit sollen Englisch sprechen, davon sind aber nur um die 375 Millionen Muttersprachler. Wer sich also nicht nur mit Kopf und Füßen mit Menschen aus anderen Ländern verständigen will, sollte Englisch beherrschen.


Lohnt es sich überhaupt, trotz der Unsicherheiten eine Schülersprachreise nach England zu buchen?

Es lohnt sich IMMER, in Bildung zu investieren!

Englisch ist und bleibt die wichtigste Weltsprache und gute Englischkenntnisse sind für viele Jobs Voraussetzung.

Mit dem Austritt aus der EU werden Auslandspraktika und Auslandssemester in England rechtlich sehr viel komplizierter. Da eine Schülersprachreise nach England rechtlich allerdings ein normaler Urlaub ist, ist sie weniger von den negativen Folgen der Gesetzesänderungen betroffen. Denn bleibt das Vereinigte Königreich im EU-Binnenmarkt, wird für einen Aufenthalt in England von bis zu drei Monaten kein Visum gebraucht. Selbst bei einem „harten“ Brexit wird zwar ein Visum benötigt, doch um Unterbringung und die Anmeldung in der Sprachschule kümmert sich die Reiseagentur.


BREXIT-UPDATE vom 25.11.2018:

Die EU und das Vereinigte Königreich haben sich auf eine Übergangsfrist bis Ende 2020 geeinigt. Sollte dann noch immer kein Brexit-Deal erarbeitet worden sein, kann die Übergangsphase bis Ende 2022 verlängert werden.

Für EU-Reisende ins Vereinigte Königreich heißt das, dass sich die Einreisebedingungen mindestens bis Ende 2020 nicht verschärft werden. EU-Angehörige werden also vorerst kein Visum benötigen, um nach England, Schottland, Wales oder Nordirland einzureisen.